Bericht im dorfheftli 04/2018 

 

 

MITTWOCH, 04.04.2018

Männerriege: Der Gründonnerstagsausmarsch

TEXT UND BILD: EING.

Ein al­ter Brauch will, dass die Ein­la­dung zu un­se­rem Grün­don­ners­tags­aus­marsch als Rät­sel und ver­schlüs­selt da­her­kommt. So stell­te der Fe­der­füh­ren­de vor­ab ei­nen He­xen­turm in Aus­sicht. Weil al­le üb­ri­gen Fin­ger­zei­ge auf ei­nen Aus­flug in die Ge­gend von Müs­wan­gen deu­te­ten und weil Goog­le dort kein der­ar­ti­ges Bau­werk nach­weist, hielt die Span­nung et­was län­ger an. 

Bei der Bus­hal­te­stel­le auf dem Hä­mi­ker­berg fand sich dann sehr wohl ein He­xen­turm. Wes­halb der sich so nennt, blieb un­klar. Er­staun­lich, denn al­le his­to­ri­schen Ob­jek­te, die sonst rings­um ste­hen, sind ei­gent­lich un­ter www.hä­mi­ker­berg.ch recht zu­ver­läs­sig do­ku­men­tiert. Es han­delt sich vor­wie­gend um al­te schö­ne Schwei­zer­häu­ser, die der «Herr­gött­li-Acher­mann» vor dem Ab­bruch ret­te­te und in der dor­ti­gen En­kla­ve wie­der auf­stel­len liess.

 

Aber das in­ter­es­sier­te die 29 an­ge­reis­ten Män­ner­tur­ner nur am Rand. Ei­ni­ge woll­ten jetzt mög­lichst bald ins zu­ge­hö­ri­ge Gast­haus. Die Mehr­heit star­te­te bei Re­gen zum an­der­halb­stün­di­gen Aus­marsch. Ihr Weg führ­te zu­nächst ober­halb von rund 25 neu­en Vil­len auf den Rü­cken des Lin­den­bergs. Die­se Vil­len ha­ben Blick auf ein weit­läu­fi­ges Moor und bis­wei­len wohl auch auf den Al­pen­kranz, aber sie sind doch gar weit weg vom Bahn­hof, vom nächs­ten La­den und vom Ta­ges­ge­sche­hen.

Jen­seits, hoch über dem Frei­amt er­klär­te der Rei­se­lei­ter, Pe­ter Graf, das Pan­ora­ma. Bei gu­tem Wet­ter wä­re von hier aus so­gar die Zug­spit­ze zu se­hen. Heu­te sah man im Os­ten im­mer­hin die An­ten­ne vom Uet­li­berg und die Fel­se­negg. Gleich un­ter uns, halb ver­deckt vom Wald, lag Win­ter­schwil, ein Wei­ler von Bein­wil Frei­amt, der 1987 den Hei­mat­schutz­preis für in­tak­tes Orts­bild er­hielt. Wei­ter süd­lich beim Grod­hof stu­dier­ten wir die In­schrift auf ei­nem mäch­ti­gen Stein­kreuz aus dem 18. Jahr­hun­dert. Uns wun­der­te, dass hier Bein­wil und sei­ne Steck­hö­fe den Schutz von Je­sus er­ba­ten. In der Re­gel ist doch für Haus, Mensch und Vieh eher Wen­do­lin, Flo­ri­an oder die Jung­frau Ma­ria zu­stän­dig.

 

 

Und aber­mals über­schrit­ten wir den Lin­den­berg­rü­cken, quer­ten das Moos mit sei­nen Tüm­peln. Das Gast­haus Hä­mi­ker­berg kam er­neut in Sicht und dort wur­den wir auch köst­lich be­wir­tet. An den Wän­den er­freu­ten ein paar Bil­der des Kunst­ma­lers Ot­to We­ber von Sem­pach (nach je­nen von Franz El­mi­ger hiel­ten wir lei­der ver­geb­lich Aus­schau). Ge­gen 22 Uhr war man satt und gu­ter Lau­ne. Ein Merz-Car brach­te uns zu­rück ins rich­ti­ge Bein­wil. 

 

 

 

 

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